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Vorwort zum Abschlussbericht Wärmeplanung

Die Gemeinde Amerang liegt in Oberbayern im Landkreis Rosenheim. Das Gemeindegebiet umfasst 89 Gemeindeteile und zählt insgesamt 3.758 Einwohner auf einer Fläche von 39,8 km2 . Die Gemeinde Amerang liegt im bayerischen Alpenvorland im Chiemgau und ist dementsprechend ländlich geprägt mit einer Mischung aus Waldflächen und landwirtschaftlich genutzten Gebieten. Im Norden durchquert die Bundesstraße B304 das Gemeindegebiet.

Aufgrund der zukünftigen Herausforderungen in der Wärmeversorgung hat sich die Gemeinde Amerang bereits 2023 entschieden, eine kommunale Wärmeplanung zu erstellen. Diese ist ein zentrales Instrument zur Umsetzung der Wärmewende und leistet einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz. Ziel der Wärmeplanung ist es, die Wärmeversorgung in Amerang langfristig treibhausgasneutral zu gestalten. Durch die systematische Analyse des aktuellen Wärmebedarfs, die Identifikation von Potenzialen zur Nutzung erneuerbarer Wärmequellen sowie die Ausarbeitung einer Umsetzungsstrategie wird eine umfassende Planung geschaffen, um die Treibhausneutralität bis zum Jahr 2045 zu erreichen.

Die Motivation hinter der kommunalen Wärmeplanung basiert auf dem dringenden Handlungsbedarf im Klimaschutz. Der Wärmesektor ist einer der größten Verursacher von Treibhausgasemissionen in Deutschland und die Umstellung auf erneuerbare Energien spielt eine wesentliche Rolle bei der Erreichung der nationalen Klimaziele. Amerang sieht die Wärmewende als eine zentrale Aufgabe an, um den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren, gleichzeitig die lokale Wirtschaft zu stärken und eine nachhaltige Energieversorgung für künftige Generationen sicherzustellen.

Vorhergehend zur Kommunalen Wärmeplanung wurde 2023 für alle landwirtschaftlich genutzten Flächen eine Potenzialuntersuchung auf die Eignung von Freiflächenanlagen durchgeführt. Zudem wurde für den Hauptort Amerang 2025 eine BEWMachbarkeitsstudie fertiggestellt. Als Ergebnis ergab sich dabei, dass ein Großteil des Hauptortes geeignet für ein Wärmenetz ist. Die Ergebnisse beider Voruntersuchungen werden in der Kommunalen Wärmeplanung berücksichtigt.

Amerang, Juli 2026

Frühzeitige Unterrichtung der Öffentlichkeit

Seit dem Jahr 2024 ist das Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (WPG) in Kraft. Demnach müssen die rund 10.700 Kommunen in Deutschland eine Wärmeplanung entwerfen. Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern müssen bis Mitte Juni 2026 einen Kommunalen Wärmeplan (KWP) erstellen, kleinere Kommunen bis Mitte 2028. In Zusammenarbeit mit der Bayernwerk Netz GmbH und dem Institut für nachhaltige Energieversorgung hat die Gemeinde Amerang mit der Kommunalen Wärmeplanung begonnen.

Für Rückfragen zur Kommunalen Wärmeplanung stehen Ihnen Anton Görgmayr (Tel. 08075 9197-20, finanzverwaltung@amerang.de) gerne zur Verfügung.

Angaben zum Vorhaben

Titel und Förderkennzeichen:
KSI: Kommunale Wärmeplanung für die Gemeinde Amerang (67K28745)

Laufzeit:
Die Förderphase läuft von 01.10.2024 bis 30.09.2025

Fördergeber:
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)

Projektträgerschaft:
Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie

Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Kommunalen Wärmeplanung (FAQs)

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