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Letzte Änderung:
13.09.2019

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Abhängigkeit – die Angehörigen und das Mobile

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Co-Abhängigkeit. Diesen Begriff kennen wohl die meisten von uns. Damit sind Angehörige von suchtkranken Menschen gemeint, die sich nicht von ihrem Partner trennen. Häufig übernehmen sie sogar viel Verantwortung für den Suchtkranken und helfen, die schlimmsten Folgen abzufedern.

 

Zunächst wird den beteiligten Angehörigen meist mit Mitleid begegnet und Anerkennung für ihre Loyalität gezeigt. Schnell mischt sich meist jedoch auch Unverständnis darunter, warum der Süchtige nicht schon längst verlassen wurde.

Dabei ist es die ganz normale zwischenmenschliche Sorge um einen Mitmenschen oder die Hoffnung liebgewonnene Personen zu unterstützen.

Nur hat diese Fürsorge auch Grenzen. Nämlich dann, wenn die süchtige Person keine Selbstverantwortung mehr zeigt und damit die Weichen in eine Verschlimmerung der Sucht gestellt sind.

 

Doch viele Angehörige schämen sich und reiben sich oft über Jahrzehnte auf, um ihrem Partner oder Kind zu helfen. Neben dem menschlichen Leid und der verlorengegangenen Lebensfreude und Harmonie leiden viele früher oder später selbst unter Schlafstörungen, Magenerkrankungen, Migräne oder Depressionen.

Dagegen können die Angehörigen häufig gerade dadurch, dass sie mehr auf sich selbst achten den Betroffenen zur Veränderung seines Verhaltens bewegen. In der Arbeit mit Suchtkranken gibt es dazu ein anschauliches Bild: das Familien- und Paarsystem ist mit einem Mobile vergleichbar, bewegt sich ein Mitglied, müssen sich die Anderen auch bewegen.

 

Darum geht es dann auch häufig in einer ersten Beratung: wie kann ich durch Dinge, die mir selbst gut tun den oder die Betroffene ebenfalls zu einer positiven Veränderung bewegen? Aber auch die Frage, wie lange noch oder unter welchen Umständen will ich mit dem Betroffenen zusammenbleiben?

Eines noch zum Schluss: aus Angst vor einer negativen Entwicklung durch das Unterlassen von Hilfe, wird häufig auch die viel wahrscheinlichere Variante verhindert, dass der oder die Betroffene sein Schicksal und seine Verantwortung wieder selbst in die Hand nimmt und an einer Bewältigung der Sucht arbeitet.

In einer telefonischen Beratung oder im persönlichen Gesprächen mit uns können alle wichtige Fragen geklärt werden. Betroffene können sich ambulant bei uns behandeln lassen oder werden von uns an geeignete Stellen weitervermittelt. Alle Gespräche sind streng vertraulich und kostenlos. Auch gibt es in der Region Selbsthilfegruppenfür Angehörige alkoholkranker Menschen.

 

Informationen finden Sie im Internet unter www.neon-rosenheim.de oder unter 08031-3042300.

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