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Zeitzeugen gesucht: Kinder, Enkel und Urenkel der Kriegsgeneration 
sollen ihre FAMILIENGESCHICHTE festhalten
Im Rahmen der Erweiterung der Ameranger Chronik sollen auf Anregung des Verfassers Wolfgang Klautzsch auch die Erlebnisse der Zeitzeugen der Vertreibung nach dem 2. Weltkrieg dargestellt werden.

Heute, fast 65 Jahren nach Kriegsende, besteht die Gefahr, dass all dies in Vergessenheit gerät, denn die Zeitzeugen dieser schrecklichen Periode unserer jüngeren Vergangenheit sterben zusehends weg.

Darum bemühen sich die Medien in der letzten Zeit immer mehr, die Überlebenden zu befragen und Berichte zu veröffentlichen. Jahrelang konnten und wollten viele Personen gar nicht über diese Ereignisse berichten, ohne dabei die Fassung zu verlieren und um nicht alte Wunden auf zu reißen. Jetzt allmählich löst sich das Schweigen und es gilt die letzten Gelegenheiten zu nutzen, dieses wichtige Kapitel unsere Zeitgeschichte für die Nachwelt festzuhalten. Es geht darum, authentisch von Menschen berichten zu lassen, die diese Zeit selbst miterlebt haben. Auch wir in Amerang haben vor, dies zu tun. Die Gemeinde möchte das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverein unterstützen.

 

Dazu werden alle Betroffenen in der Gemeinde aufgerufen, zusammen mit Ihren Angehörigen wie etwa Kindern oder Enkel Ihre persönliche Geschichte zu dokumentieren.

Auf der gemeindlichen Internetseite www.amerang.de stellen wir im Bereich "Bürgerservice" einen Leitfaden für das Gespräch mit den Betroffenen und ein Erfassungsblatt mit den im Zusammenhang mit der Vertreibung wichtigen Daten zur Verfügung.

Bitte schicken Sie Ihre persönliche Geschichte per E-Mail unter der Adresse info@amerang.de an die Gemeinde Amerang mit Angabe des Betreffs "Vertreibung nach dem 2. Weltkrieg". Die eingesandten Berichte sollen später ausgewertet und gegebenenfalls veröffentlicht werden.

Natürlich werden viele der Betroffenen aufgrund ihres Alters und der fehlenden technischen Voraussetzungen nicht in der Lage sein, ihre Berichte in Dateiform zu erstellen. Hier sind die Kinder, Enkel und Urenkel gefragt, die dies beherrschen. Sie können sich die Geschehnisse erzählen lassen und so die Geschichte ihrer eigenen Vorfahren erfahren.

Wer nicht die Möglichkeit hat, seine Darstellung als Datei zu erstellen, sollte dies der Gemeinde (Frau Hundmaier unter Tel. 08075/9197-11) mitteilen, damit wir uns um eine persönliche Befragung bemühen können.


Hier finden Sie einen Gesprächsleitfaden zum Download (PDF)



 

 

 












 

Stand: 16. Juli 2009
© by Gemeindeverwaltung Amerang