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| Neugestaltete Ortsmitte feierlich eingeweiht |
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Amerang
– Mit
seinem einprägsamen Logo „Amerang – angenehm anders“ zieht das
Museumsdorf im Herzen von Oberbayern seit langem unzählige Besucher an.
Doch 2009 wurde nun ein Jahr der Superlative. Zusätzlich zu den laufenden
touristischen Highlights auf Schloss Amerang, im Bauernhausmuseum und im
Automobilmuseum kamen im Sommer 5000 Trachtler und Schaulustige zum
gelungenen Gautrachtenfest. Kaum war dies vorüber, veranstaltete der
Gewerbeverein aus Anlass seines 20-jährigen Bestehens im Oktober ein
grandioses Weltstadtvarieté im beheizten Zirkuszelt. Die feierliche
Einweihung des neuen Rathauses und der neugestalteten Ortsmitte am
Sonntag, dem 18. Oktober 09, setzte nun dem Dorfgeschehen die Krone auf.
Zahlreiche prominente Ehrengäste waren aus diesem Anlass angereist. Zu
ihnen zählten unter anderem Regierungspräsident Christoph Hillenbrandt,
Bezirkstagspräsident Josef Mederer mit Gattin, Dr. Max Gimple, Polizeipräsident
Franz Mayer, Wolfgang Berthaler vom Bayerischen Gemeindetag und nicht
zuletzt Familie Freiberger. Großes Lob erhielten Bürgermeister und
Gemeinderat, Planer und Baufirmen, Gemeindeverwaltung, Anlieger und
Grundstücksinhaber und vor allem die Bürgerinnen und Bürger der
Gemeinde. Dabei wurden als wichtigste Stichworte immer wieder genannt: die
Rekordzeit für einen Rathausneubau, die Barrierefreiheit, der
ansprechende, zentrale Dorfplatz, die Einbeziehung der Pfarrkirche mit den
gelungenen Durchblicken, die großzügigen Grünflächen, die Fußgängerfreundlichkeit,
das neue Straßencafé der Bäckerei Freiberger sowie die veränderte und
übersichtliche Straßenführung der RO 36.Den
Gottesdienst in der Pfarrkirche mit zahlreichen Fahnenabordnungen der
Vereine hatte der Kirchenchor festlich gestaltet. Danach weihte Pfarrer
Josef Reindl das Rathaus und die neue Ortsmitte ein. Dabei war es freilich
nicht nur Weihwasser, was sich dabei vom Himmel ergoss! Doch Regierungspräsident
Christoph Hillenbrandt versicherte: „Wir lassen euch nicht im Regen
stehen!“ In der Gemeindehalle lobte er das ausgezeichnet gelungene Werk
und wies auf die staatlichen Zuwendungen für die Neugestaltung der
Ortsmitte in Höhe von 270000 Euro aus dem Topf des Bayerischen Städtebauförderungsprogramms
hin. Seit 1995 habe die Regierung von Oberbayern die Gemeinde Amerang bei
ihren Sanierungsmaßnahmen mit insgesamt 1,8 Millionen Euro unterstützt,
dabei wurde vor allem auch das Schloss Amerang gefördert. Weitere Grußworte
sprachen der stellvertretende Landrat Sepp Huber sowie der Vorsitzende vom
Kreisverband des Bayerischen Gemeindetages, Wolfgang Berthaler. Die
Ameranger Dorfmusik umrahmte die Feier stimmungsvoll, für die Bewirtung
aller Gäste sorgten die Vereine. Die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung
hatten die Halle festlich geschmückt und verteilten leckere Schmankerl
zum Mitnehmen für alle. Die Architekten Susanne und Sebastian Mayer überreichten
dem Bürgermeister einen symbolischen großen Rathausschlüssel und einen
Gutschein für ein Kunstobjekt. Bürgermeister Gust Voit erinnerte an die
einzelnen Schritte und Bauabschnitte, die in den vergangenen zwei Jahren
nur durch die Mithilfe aller Mitbürger und Beteiligten in so kurzer Zeit
bewältigt werden konnten. Die Gesamtkosten für das neue Rathaus betragen
etwa 1,98 Millionen Euro (ohne den Grunderwerb), für den ersten
Bauabschnitt der Ortsmitte 471000 Euro. Im Jahr 2007 hatte der Gemeinderat
eine Kostenobergrenze von zwei Millionen Euro für das Rathaus vorgegeben.
Mit knapper Mehrheit stimmten die Räte damals für den jetzigen Standort
des Rathauses. Nach dem Grunderwerb wurden mehrere Gebäude in der
Ortsmitte abgerissen, unter ihnen die frühere Gemeindeverwaltung und die
alte Schule. Festliche Anlässe waren der erste Spatenstich am 29. Februar
2008 und bald darauf die feierliche Grundsteinlegung am 08. April 2008. Am
8. Mai 2008 wurde der zuvor gestohlene Firstbaum in einem wahren Volksfest
von den Vereinen zurückgebracht und gesetzt. Bereits am 1. Dezember 08
konnte die gesamte Gemeindeverwaltung ins neue Rathaus umziehen. Doch die
Bautätigkeit zur Neugestaltung und Verschönerung der Ortsmitte setzt
sich nun unmittelbar fort. In seiner jüngsten Sitzung beriet der
Gemeinderat am 18. Oktober 09 über die Entwurfsplanung für den
„Bauabschnitt 2“, der 2010 ausgeführt werden soll und bei dem es vor
allem um Parkmöglichkeiten in der Ortsmitte im Rahmen des Gesamtkonzeptes
geht. Durch alle Medien gingen Ende September dieses Jahres die Fotos von
der Seilakrobatin Bianca, die in himmlischen Höhen zwischen Rathaus und
Pfarrkirche schwebte und das Varietéfestival ankündigte. Vielleicht
waren manche Entscheidungen und Bauabschnitte in den vergangenen Monaten
manchmal wirklich wie eine fesselnde Akrobatik auf dünnen und
schwankenden Seilen, doch es hat sich für die alle Beteiligten gelohnt:
Amerang ist wirklich eine Reise wert.
mpa |
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